Mama meinte immer, ich soll mich nicht zu sehr stressen, mir nicht zu viel vornehmen.

“Mach ich nicht.”, verspreche ich ihr. Aber ich lüge.

Ich will keinen Geburtstag verpassen, denn die Zeiten, wo ich auf unwichtigen Partys eingeladen bin, sind vorbei. Diese Geburtstage sind mir wichtig- es sind die von echten Freunden. Ich will keine Theaterstunde verpassen. Will bei keiner Gruppenarbeit in der Uni fehlen. Ich will meine Wohnung sauber halten, mein Ehrenamt durchziehen, meinen Blog voranbringen, meine Online-Kurse machen. Will meine Familie sehen. Will vor Allem niemanden enttäuschen. Aber … “Nein, ich nehme mir nicht zu viel vor.”

Ich merke, dass ich Kopfschmerzen habe. Und Bauchschmerzen. Irgendwann kommen Halsschmerzen dazu. Aber Silvester zu Hause hocken, das ist doch uncool. Wie alt bin ich nochmal? Ist uncool sein nicht eh das neue cool? Obwohl ich mich irgendwie kraftlos fühle gehe ich schließlich trotzdem zur Party.

Danach Kurzschluss. Ich habe den Akku zerstört. War zu oft nur halb aufgeladen, bin nie auf 100% gekommen.

auf körper achten

Seit zwei Wochen bin ich krank. Irgendwie seltsam, dass ich immer genau dann krank werde, wenn besonders viel ansteht. Oder ist das vielleicht gar nicht so seltsam? Vielleicht habe ich im Alltagsstress die kleinen Signale meines Körpers ignoriert. Bin einfach lauter gewesen als das kleine Zwicken. Hab mich von meiner Umwelt tragen lassen, ohne selbst Einfluss auf mein Leben zu nehmen. Hab auch die größeren Zeichen ignoriert. Bis mein Körper mich gezwungen hat, im Bett zu liegen. Endlich mal so lange zu schlafen, bis ich mich wach fühle. Bis mein Körper mich gezwungen hat “wichtige Termine” abzusagen.

Bis ich gemerkt hab, dass auch wichtige Termine nicht wichtiger als meine Gesundheit sind.

Jetzt langsam fühle ich mich wieder gesund. Und bin direkt wieder voll mit Stress. Hab das Gefühl ich müsse nachholen, mich beweisen, produktiver sein. Dabei ist genau das der falsche Weg. Es gibt Phasen im Leben, da muss der Akku mal auf 100% kommen. Da brauchen wir mehr Ruhe als Action. Ich habe eine innere Stimme, die mir sagt, was ich brauche. Es wird eine Phase kommen, wo ich tagelang produktiv sein kann, ohne es als Last zu empfinden. Grade muss ich im Stromsparmodus arbeiten. Mir meine Energie gut aufteilen. Achtsam sein.

Achte auch du auf deinen Körper. Denn manchmal, viel zu oft, haben unsere Mütter einfach nur Recht.

Wie seid ihr ins neues Jahr gekommen? Seid ihr grad voller Energie oder im Stromsparmodus?

Folge mir gern!